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Physiotherapie Leistungen

Dabei helfen wir Ihnen

Physiotherapeutische Behandlungen auf ärztliche Verordnung

Diese Behandlungen führen wir auf ärztliche Verordnung durch. Es gelten die gesetzlichen Zuzahlungsregeln; ob und in welchem Umfang die Kosten erstattet werden, richtet sich nach Ihrem Versicherungsverhältnis.

Kassenleistung
  • Krankengymnastik

    Bewegungstherapie mit aktiven und passiven Anteilen bei Erkrankungen, Verletzungen und Funktionsstörungen des Bewegungsapparats, der inneren Organe und des Nervensystems.

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    Krankengymnastik gehört zur Physiotherapie und zur Bewegungstherapie. Nach der Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) arbeitet sie mit mobilisierenden und stabilisierenden Übungen und Techniken bei Erkrankungen, Verletzungen und Funktionsstörungen der Haltungs- und Bewegungsorgane, der inneren Organe und des Nervensystems. Ziel ist, die Funktionsfähigkeit im Alltag so weit wie möglich zu erhalten oder zu verbessern.

    So läuft eine Behandlung ab

    Am Anfang stehen ein Gespräch und eine körperliche Untersuchung. Daraus werden gemeinsam Behandlungsziele abgeleitet, die im Verlauf überprüft werden. In der Behandlung wechseln aktive Anteile ab, bei denen Sie Übungen selbst ausführen, auch mit Hilfsmitteln, und passive Anteile, bei denen die Therapeutin oder der Therapeut Sie bewegt. Nach Möglichkeit sollen Eigenübungen im Vordergrund stehen, die Sie zu Hause fortführen können.

    Wofür sie eingesetzt wird

    Krankengymnastik kann zum Beispiel bei Beschwerden der Wirbelsäule, an Armen und Beinen, nach Operationen und Verletzungen, bei Erkrankungen des Nervensystems, bei Atemwegserkrankungen und bei lang anhaltenden Schmerzen verordnet werden. Ob sie für Sie passt, hängt nicht allein von der Diagnose ab, sondern von Ihren Beschwerden, Ihren Alltagsanforderungen und Ihrem Umfeld.

    Gut zu wissen

    Krankengymnastik wird ärztlich verordnet. Die Behandlung muss in der Regel innerhalb von 28 Tagen nach Ausstellung der Verordnung beginnen, bei dringlichem Bedarf innerhalb von 14 Tagen. Es gelten die gesetzlichen Zuzahlungsregeln.

  • Manuelle Therapie

    Gezielte, impulslose Mobilisation von Gelenken und Weichteiltechniken bei Funktionsstörungen von Gelenken und Muskeln.

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    Die Manuelle Therapie ist ein Teilgebiet der Physiotherapie. Nach der Heilmittel-Richtlinie dient sie dazu, reversible, also umkehrbare Störungen der Gelenkfunktion, der Beweglichkeit einzelner Wirbelsäulenabschnitte und der Muskelfunktion zu mindern und Schmerzen zu lindern. Dafür werden gezielte, impulslose Mobilisationen und Weichteiltechniken eingesetzt. „Impulslos“ bedeutet, dass ohne ruckartige Bewegungen gearbeitet wird. Das unterscheidet sie von der Manipulation, bei der ein Gelenk mit einem kurzen, schnellen Impuls bewegt wird.

    So läuft eine Behandlung ab

    Zuerst steht die Befundung: Es wird untersucht, welche Gelenke, Muskeln und Nerven an Ihrer Funktionsstörung beteiligt sind. Danach wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Behandelt wird zum Beispiel mit Zug (Traktion) und Gleitbewegungen an den Gelenken, mit Dehnungen und mit Weichteiltechniken an der Muskulatur. Dazu gehören in der Regel Hinweise zu Gelenk- und Muskelübungen, die Sie selbst zu Hause durchführen können.

    Wofür sie eingesetzt wird

    Genannt werden Funktionsstörungen der Gelenke mit zu wenig oder zu viel Beweglichkeit, Bewegungsstörungen einzelner Wirbelsäulensegmente, verkürzte Muskeln, Schmerzen sowie Muskelschwäche, die durch eingeengte Nerven entsteht. Im Heilmittelkatalog steht die Manuelle Therapie vorrangig bei Erkrankungen der Wirbelsäule und der Extremitäten.

    Gut zu wissen

    Die Manuelle Therapie wird ärztlich verordnet und als Einzelbehandlung erbracht. Sie setzt bei der Therapeutin oder dem Therapeuten eine zusätzliche, abgeschlossene Weiterbildung voraus.

  • Bobath Therapie

    Ein individueller, alltagsbezogener Behandlungsansatz bei Schädigungen des Nervensystems, zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Es gibt keine standardisierten Übungen.

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    Das Bobath-Konzept ist ein Behandlungskonzept für Menschen mit einer Schädigung des Nervensystems, zum Beispiel nach einem Schlaganfall, bei Multipler Sklerose oder nach einer Schädel-Hirn-Verletzung. Es wurde ab den 1940er-Jahren in London von der Physiotherapeutin Berta Bobath und ihrem Mann Karel Bobath entwickelt. Der internationale Fachverband IBITA beschreibt es als individuellen Ansatz, der die Wiedererlangung von Bewegungen nach einer neurologischen Schädigung unterstützen soll.

    So läuft eine Behandlung ab

    Es gibt keine standardisierten Übungen. Die Therapeutin oder der Therapeut untersucht, welche Bewegungsfunktionen für Ihre Alltagshandlungen nötig sind, und erarbeitet gemeinsam mit Ihnen Aktivitäten, die für Sie wichtig sind, etwa Aufstehen, Gehen oder das Greifen mit der Hand. Dabei werden Bewegungen durch Berührung und Hinweise geführt und erleichtert. Das Konzept versteht sich als 24-Stunden-Konzept: Was in der Therapie erarbeitet wird, soll sich im Alltag fortsetzen.

    Ziele und Einordnung

    Ziele sind eine größere Selbstständigkeit bei Alltagsaktivitäten und mehr Teilhabe am täglichen Leben. In der Heilmittel-Richtlinie steht das Bobath-Konzept als eine Technik der „Krankengymnastik zentrales Nervensystem“ (KG-ZNS, ab 18 Jahren), neben den Konzepten nach Vojta und PNF. Die Behandlung ist als Einzeltherapie verordnungsfähig.

    Gut zu wissen

    Die KG-ZNS wird ärztlich verordnet, zum Beispiel von der Hausärztin, dem Hausarzt oder der Neurologie, und setzt bei der Therapeutin oder dem Therapeuten eine zusätzliche Weiterbildung voraus.

  • BIG Therapie

    Das BIG-Konzept ist ein Bewegungstraining, bei dem Bewegungen mit großer Amplitude geübt werden, für Menschen mit Parkinson-Krankheit.

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    BIG ist ein Bewegungstraining für Menschen mit Parkinson-Krankheit. Es geht davon aus, dass Bewegungen bei Parkinson kleiner und langsamer werden (Hypokinesie und Bradykinesie). Deshalb werden im Training bewusst große Bewegungen geübt. Das Konzept ist unter dem Namen „LSVT BIG“ aus dem Sprechtraining „LSVT LOUD“ abgeleitet worden, dessen Entwicklung 1987 mit Lorraine Ramig begann. LSVT steht für „Lee Silverman Voice Treatment“.

    So läuft das Training ab

    Nach dem Programm LSVT BIG besteht die Behandlung aus großen Ganzkörperbewegungen, dem personalisierten Üben alltagsnaher Bewegungen und täglichem Training zu Hause. Das Standardprogramm sieht 16 Einzeltermine von je 60 Minuten vor, an vier aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche über vier Wochen. Die tägliche Übungsfolge enthält sieben Maximalübungen, zwei im Sitzen und fünf im Stehen, sowie fünf selbst gewählte Alltagsbewegungen. Wie die Behandlung bei Ihnen im Einzelnen aufgebaut wird, besprechen Sie bitte mit uns.

    Für wen es gedacht ist

    Die Studien zu LSVT BIG betreffen überwiegend Menschen mit leichter bis mittelschwerer Parkinson-Krankheit. Das Training zielt darauf, Beweglichkeit, Gang und Alltagsbewegungen zu unterstützen.

    Gut zu wissen

    Die Verordnung erfolgt ärztlich, im Rahmen der Krankengymnastik. Ob und wie Krankenkassen das 16-Termin-Programm erstatten, klären Sie bitte vorab mit Ihrer Krankenkasse.

  • Manuelle Lymphdrainage

    Eine Massagetechnik mit sanften, kreisenden Griffen, die den Abfluss von Gewebeflüssigkeit über die Lymphgefäße fördern soll, zum Beispiel bei Lymphödemen.

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    Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine spezielle Massagetechnik. Mit sanften, kreisenden und pumpenden Griffen der flachen Hände soll der Abfluss von Gewebeflüssigkeit über die Lymphgefäße gefördert werden. Sie wird eingesetzt, wenn sich Flüssigkeit im Gewebe staut, zum Beispiel bei einem Lymphödem.

    So läuft eine Behandlung ab

    Die Griffe werden langsam, rhythmisch und mit geringem Druck ausgeführt, meist in Richtung der Lymphknoten, zum Beispiel am Hals. Je nach Verordnung dauert eine Behandlung 30, 45 oder 60 Minuten. Bei einem Lymphödem folgt der Lymphdrainage direkt ein Kompressionsverband; die Binden werden gesondert verordnet. Die Therapeutin oder der Therapeut benötigt dafür eine Zusatzweiterbildung.

    Wofür sie eingesetzt wird

    Der Heilmittelkatalog nennt Lymphödeme, die ohne erkennbare Ursache oder nach Operationen, Bestrahlung, Tumorerkrankungen oder Verletzungen auftreten, außerdem Phlebo-Lymphödeme und Lipödeme. Die Lymphdrainage ist ein Baustein der komplexen physikalischen Entstauungstherapie. Dazu gehören außerdem Hautpflege, Kompression, entstauende Bewegungsübungen und Schulung. Die Kompression gilt als entscheidend, damit die Flüssigkeit nicht zurückfließt; Lymphdrainage allein gilt als nicht ausreichend. Nach Operationen oder Verletzungen kann sie als Zusatzbehandlung bei Schwellungen verordnet werden.

    Gut zu wissen

    Die Behandlung wird ärztlich verordnet. Nicht angewendet wird sie unter anderem bei einer akut verschlechterten Herzschwäche, bei einer akuten tiefen Beinvenenthrombose und bei einer akuten schweren Wundrose. Die verordnende Ärztin oder der verordnende Arzt klärt das im Einzelfall.

  • CMD – Kiefergelenkstherapie

    Physiotherapie bei Schmerzen und Funktionsstörungen von Kiefergelenk und Kaumuskulatur (craniomandibuläre Dysfunktion), nach zahnärztlicher Verordnung.

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    CMD steht für craniomandibuläre Dysfunktion. Nach der Definition der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT) umfasst der Begriff Schmerzen und/oder Funktionsstörungen von Kiefergelenken und Kaumuskulatur, zum Beispiel Kaumuskel- oder Kiefergelenkschmerz, Gelenkknacken, eine eingeschränkte Mundöffnung oder Blockaden. Körperliche und seelische Faktoren können beteiligt sein. Häufig bestehen zusätzlich Nackenschmerzen; Beschwerden an Kopf, Hals und Schulter sind aber nicht notwendigerweise ursächlich mit dem Kiefer verknüpft.

    So läuft eine Behandlung ab

    Voraussetzung ist eine zahnärztliche Diagnostik. Die Verordnung stellt die Zahnärztin oder der Zahnarzt aus. Die Physiotherapie beginnt mit einer Befundung. Üblich sind Manuelle Therapie an Kiefergelenk und Muskulatur, Krankengymnastik für Beweglichkeit, Entspannung und Koordination, Eigenübungen und Hinweise zur Haltung. Ergänzend können Wärme, Kälte oder Elektrotherapie verordnet werden. Zahnärztin oder Zahnarzt und Therapeutin oder Therapeut sollen sich abstimmen. Die Behandlung muss innerhalb von 28 Tagen nach der Verordnung beginnen.

    Wofür sie eingesetzt wird

    Der Heilmittelkatalog für Zahnärzte nennt als Ziele, Schmerzen zu verringern, die Bewegung des Unterkiefers zu verbessern, die Muskelfunktion und Entspannung wiederherzustellen und ein Eigenübungsprogramm zu erlernen. Die Physiotherapie ersetzt keine zahnärztliche Behandlung, sondern kann sie ergänzen, zum Beispiel neben einer Aufbissschiene.

    Gut zu wissen

    Die Physiotherapie bei CMD wird über die Heilmittel-Richtlinie für Zahnärztinnen und Zahnärzte verordnet, nicht über die ärztliche Heilmittelverordnung.

  • Klassische Massagetherapie

    Eine Teilmassage mit Griffen wie Streichen und Kneten, die über mechanische Reize auf Haut, Unterhaut und Muskulatur wirkt.

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    Die klassische Massagetherapie (KMT) ist eine Form der Teilmassage, die überwiegend auf die Muskulatur zielt. Nach der Heilmittel-Richtlinie werden bestimmte Grifftechniken in planvoller Abfolge eingesetzt und dem Befund des Gewebes angepasst. Sie wirken über mechanische Reize auf Haut, Unterhaut, Muskeln, Sehnen und Bindegewebe. Zu den Griffen zählen Streichungen, Knetungen, Friktionen (reibende Bewegungen), Klopfungen und Vibrationen. Massage ist seit der Antike bekannt.

    So läuft eine Behandlung ab

    Sie liegen oder sitzen bequem in Ruhelage. Einzelne oder mehrere Körperteile werden nach einem individuellen Behandlungsplan massiert. Je nach Druck kann es während oder kurz nach der Massage zu Schmerzen kommen. Manche Menschen reagieren allergisch auf Massageöl. Sagen Sie bitte Bescheid, wenn Ihnen der Druck unangenehm ist.

    Wofür sie eingesetzt wird

    Als Ziele nennt die Richtlinie, die Muskelspannung zu normalisieren, sekundäre Schmerzen zu verringern, die zum Beispiel durch Schonhaltungen entstehen, die Durchblutung zu steigern und Gewebe zu entstauen. Im Heilmittelkatalog steht sie vorrangig bei Erkrankungen der Wirbelsäule und der Extremitäten sowie bei lang anhaltenden Schmerzen.

    Gut zu wissen

    Verordnet werden Teilmassagen, in der Regel bis zu 12 Behandlungen je Verordnung. Ganz- und Vollmassagen sowie Massagen mit Geräten sind nach der Heilmittel-Richtlinie nicht verordnungsfähig.

  • Wärmetherapien

    Wir bieten Wärme als ergänzende Behandlung an: als Fango-Packung (Heilschlamm) und als Infrarotwärme.

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    Bei der Wärmetherapie wird Wärme auf den Körper übertragen. Der Heilmittelkatalog nennt unter anderem Warmpackungen mit Heilschlamm (Peloiden, zum Beispiel Fango), Paraffinpackungen, Heißluft, die heiße Rolle und Ultraschall-Wärme. Fango ist ein Heilschlamm. In Deutschland wird er meist aus gemahlenem Vulkangestein hergestellt, warm aufgetragen und gibt seine Wärme durch Wärmeleitung an die Haut ab. Infrarotwärme zählt in der Leistungsbeschreibung der Krankenkassen zur Heißluft, also zur strahlenden Wärme.

    So läuft eine Anwendung ab

    Bei einer Fango-Packung wird der Heilschlamm aufgetragen und angepasst, mit einem Tuch oder einer Decke umhüllt und überwacht. Danach ruhen Sie noch einige Zeit. Bei Infrarot sitzen oder liegen Sie, ein Körperteil wird bestrahlt. Die Strahlung erreicht vor allem die Haut und die oberen Hautschichten, tiefer liegendes Gewebe wird überwiegend durch Wärmeleitung erwärmt. Die Augen sollten geschützt werden. Sagen Sie sofort Bescheid, wenn es Ihnen zu heiß wird.

    Wofür sie eingesetzt wird

    Nach der Heilmittel-Richtlinie kann Wärme je nach Beschwerdebild schmerzlindernd wirken und die Muskelspannung beeinflussen. Die Leistungsbeschreibung nennt Schmerzen am Bewegungssystem, Muskelverspannungen und Störungen der Dehnfähigkeit, sofern Wärme als angenehm empfunden wird.

    Gut zu wissen

    Wärme ist ein ergänzendes Heilmittel. Sie wird nur zusammen mit Krankengymnastik, Manueller Therapie, Übungsbehandlung oder Massage verordnet; eine Ausnahme ist die Ultraschall-Wärmetherapie.

  • Kryotherapie

    Kryotherapie ist die gezielte Anwendung von Kälte, zum Beispiel als Eismassage oder Kältepackung.

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    Kryotherapie ist die gezielte Anwendung von Kälte. Der Heilmittelkatalog nennt Kaltpackungen, Kaltgas und Kaltluft. Die Leistungsbeschreibung der Krankenkassen führt außerdem Eiskompressen, Eis- oder Gelbeutel, die Eismassage (direkte Abreibung mit Eis) und Eisteilbäder auf. Unter Kälte sinkt nach dieser Beschreibung die Nervenleitgeschwindigkeit, was Schmerzrezeptoren hemmen soll.

    So läuft eine Anwendung ab

    Je nach Form wird die Kälte auf einzelne Körperregionen aufgebracht, zum Beispiel mit einem Eisbeutel, der in ein dünnes, feuchtes Tuch gewickelt ist, oder als Eismassage. Eis wird nicht direkt auf die Haut gelegt, um Erfrierungen zu vermeiden. Bei Kälteschmerz oder starkem Unwohlsein wird die Anwendung sofort beendet. Sagen Sie bitte Bescheid, wenn Sie etwas als unangenehm empfinden.

    Wofür sie eingesetzt wird

    Nach der Heilmittel-Richtlinie kann Kälte schmerzlindernd wirken, die Muskelspannung beeinflussen und zusätzlich entzündungshemmend wirken. Genannt werden Schwellungen, Reizungen und Entzündungen nach Verletzungen oder Operationen sowie Schmerzen. Bei frischen Verletzungen wird Kühlen häufig empfohlen. Das IQWiG schreibt zur Sprunggelenkverstauchung, Kühlen könne Schmerzen möglicherweise etwas lindern, der Nutzen sei aber wissenschaftlich nicht gut untersucht.

    Gut zu wissen

    Kälte ist ein ergänzendes Heilmittel und nur zusammen mit anderen Maßnahmen wie Krankengymnastik, Manueller Therapie oder Massage verordnungsfähig.

  • Elektrotherapie

    Elektrotherapie nutzt schwache elektrische Ströme, mit den Zielen, Schmerzen zu lindern, die Durchblutung zu fördern und die Muskelspannung zu beeinflussen.

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    Elektrotherapie gehört zur physikalischen Therapie. Nach der Heilmittel-Richtlinie werden dabei galvanische, niederfrequente und mittelfrequente Stromformen angewendet, mit den Zielen, Schmerzen zu lindern, die Durchblutung zu fördern und die Muskelspannung zu beeinflussen. Dazu zählen konstante Ströme (Galvanisation), diadynamische Ströme, mittelfrequente Wechselströme wie Interferenzströme, die Elektrostimulation bei Lähmungen sowie das hydroelektrische Bad (Stangerbad). TENS, die Schmerztherapie mit Reizstrom über die Haut, wird im Katalog nicht namentlich genannt.

    So läuft eine Anwendung ab

    Elektroden werden nach dem Befund an der Haut im Behandlungsgebiet angebracht. Die Stromstärke und die Frequenz werden individuell eingestellt und überwacht, die Stromstärke wird dabei langsam erhöht, bis Sie ein Kribbeln oder Vibrieren spüren. Sagen Sie bitte Bescheid, wenn Sie Schmerzen oder Unbehagen empfinden. Für TENS wird angenommen, dass der Körper dabei schmerzhemmende Stoffe freisetzt und Schmerzsignale blockiert werden; das ist eine Hypothese.

    Wofür sie eingesetzt wird

    Die Leistungsbeschreibung der Krankenkassen nennt lokale Schmerzen, Durchblutungsstörungen, Muskelverspannungen sowie nicht entzündliche Schwellungen und Blutergüsse. Im Heilmittelkatalog ist die Elektrotherapie überwiegend ein ergänzendes Heilmittel, zum Beispiel bei Erkrankungen der Wirbelsäule und der Extremitäten sowie bei lang anhaltenden Schmerzen.

    Gut zu wissen

    Nicht angewendet wird TENS unter anderem bei Herzschrittmachern, bei Epilepsie, in der Schwangerschaft, auf gereizter, verletzter oder infizierter Haut und an Hals, Mund und Augen. Teilen Sie uns Implantate und Vorerkrankungen bitte vorab mit.

Dabei helfen wir Ihnen

Zusatzleistungen auf Selbstzahlerbasis

Diese Leistungen sind Selbstzahlerleistungen. Eine ärztliche Verordnung ist dafür nicht erforderlich, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Ob eine private Krankenversicherung, Zusatzversicherung oder Beihilfe etwas erstattet, hängt vom Tarif ab; bitte klären Sie das vorab.

Selbstzahler
  • Physiotherapie bei Schmerzen

    Schmerztherapie fasst Maßnahmen zusammen, die darauf zielen, Schmerzen zu lindern und den Umgang mit ihnen zu erleichtern.

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    Schmerz ist nach der Definition der Fachgesellschaft IASP ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit einer tatsächlichen oder möglichen Gewebeschädigung verbunden ist oder einer solchen ähnelt. Er ist immer persönlich und wird von körperlichen, seelischen und sozialen Faktoren beeinflusst. Akuter Schmerz ist ein Warnsignal. Von chronischem Schmerz spricht man, wenn er länger als drei Monate anhält. Er hat meist keine sinnvolle Warnfunktion mehr.

    Was unter Schmerztherapie verstanden wird

    Der Begriff fasst Maßnahmen zusammen, die darauf zielen, Schmerzen zu lindern und den Umgang mit ihnen zu erleichtern. In der Physiotherapie gehören dazu vor allem Bewegung und Übungen, Information und Beratung über Schmerzen, manuelle Techniken, Wärme- oder Kälteanwendungen und Elektrotherapie, je nach Beschwerdebild einzeln oder kombiniert. Die Schmerztherapie wird in der Praxis als Selbstzahlerleistung angeboten. Eine ärztliche Verordnung ist dafür nicht erforderlich. Ob eine private Krankenversicherung oder Zusatzversicherung die Kosten ganz oder teilweise übernimmt, hängt vom Tarif ab.

    Gut zu wissen

    Bei neu aufgetretenen, starken oder ungeklärten Schmerzen sollten Sie zuerst ärztlich abklären lassen, woher sie kommen. Physiotherapie ersetzt diese Abklärung nicht. Ein Behandlungserfolg lässt sich im Voraus nicht zusichern, weil Schmerzen von Mensch zu Mensch unterschiedlich verlaufen.

  • Sympathikus-Therapie nach Dr. Heesch

    Ein manuelles Verfahren mit sanftem Fingerdruck auf Reflexpunkte (Mikropressur) und Mobilisation von Wirbelgelenken.

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    Die Sympathikus-Therapie nach Dr. Heesch ist ein manuelles Verfahren, das der Allgemeinmediziner Dr. Dieter Heesch mit Kolleginnen und Kollegen entwickelt hat und das nach Angaben der Entwickler ab 2005 beschrieben wurde. Die Entwickler gehen von der Annahme aus, dass Blockierungen von Gelenken an bestimmten Wirbelsäulenabschnitten, betont werden die Gelenke zwischen Rippen und Wirbeln, den Sympathikus reizen können. Der Sympathikus ist ein Teil des vegetativen Nervensystems. Dadurch könnten nach diesem Modell Beschwerden entstehen (sogenannte vertebro-vegetative Kopplung). Dieses Modell ist wissenschaftlich nicht bestätigt.

    So läuft eine Behandlung ab

    Nach den Angaben der Entwickler beginnt die Behandlung mit einem ausführlichen Gespräch und der Suche nach dem betroffenen Wirbelgelenk. Anschließend werden Reflexpunkte mit sanftem, gezieltem Fingerdruck stimuliert (Mikropressur). Danach folgt eine Ruhephase und eine manuelle Mobilisation des Gelenks. Für zu Hause gibt es Übungen. Als Anwendungsvoraussetzung nennen die Entwickler Beschwerden, die lange bestehen, örtlich begrenzt sind und für die sich keine andere Ursache finden lässt.

    Gut zu wissen

    Die Sympathikus-Therapie ist kein Heilmittel im Sinne der Heilmittel-Richtlinie. Sie wird in der Praxis als Selbstzahlerleistung angeboten, eine ärztliche Verordnung ist nicht erforderlich. Ob eine private Krankenversicherung oder Zusatzversicherung Kosten übernimmt, hängt vom Tarif ab. Die Methode ersetzt keine ärztliche Abklärung lang bestehender Beschwerden. Angaben zu Gegenanzeigen und Risiken liegen nicht vor. Bitte besprechen Sie Vorerkrankungen deshalb vorab mit uns.

  • Cranio Sacrale Therapie

    Eine sanfte manuelle Methode mit leichter Berührung an Kopf und Kreuzbein.

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    Die Cranio-Sacrale Therapie (CST) ist eine manuelle Methode, die im 20. Jahrhundert in den USA entwickelt wurde. William Sutherland gilt als Begründer, John Upledger als Weiterentwickler. Die Methode geht von der Annahme aus, dass die Schädelknochen eine geringe Eigenbeweglichkeit besitzen und dass sich ein rhythmisches Pulsieren der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit zwischen Schädel und Kreuzbein ertasten und mit den Händen beeinflussen lässt. Dieses Konzept ist wissenschaftlich nicht bestätigt: Die Tastbefunde verschiedener Untersucher stimmen schlecht überein, und ein Zusammenhang zwischen dem ertasteten Rhythmus und Behandlungsergebnissen ist nicht gezeigt.

    So läuft eine Behandlung ab

    Sie liegen bekleidet auf dem Rücken. Die Hände liegen mit sehr leichtem Druck oder Zug an Kopf und Kreuzbein, gelegentlich auch an den Füßen. Berichtet werden Empfindungen wie Entspannung, Wärme, Kribbeln oder ein Pulsieren.

    Gut zu wissen

    Die Cranio-Sacrale Therapie ist kein Heilmittel nach der Heilmittel-Richtlinie. Sie wird in der Praxis als Selbstzahlerleistung angeboten, eine ärztliche Verordnung ist nicht erforderlich. Ob eine private Krankenversicherung oder Zusatzversicherung Kosten übernimmt, hängt vom Tarif ab. Sie ersetzt keine ärztliche Behandlung.

  • Fußreflexzonenmassage

    Eine Massage der Füße mit gezieltem Druck auf bestimmte Zonen.

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    Die Fußreflexzonenmassage ist eine Massage der Füße mit gezieltem Druck. Sie geht von der Annahme aus, dass Zonen der Fußsohle über Reflexe oder „Energiebahnen“ mit bestimmten Körperregionen und Organen verbunden sind, der große Zeh zum Beispiel mit dem Kopf. Die Zonentherapie ist in Europa seit dem späten 16. Jahrhundert beschrieben. Im frühen 20. Jahrhundert führte der amerikanische Arzt William Fitzgerald sie als Therapie ein, Eunice Ingham entwickelte die Fußkarte. Ein wissenschaftlicher Nachweis für die Zuordnung von Fußzonen und Organen liegt nicht vor.

    So läuft eine Behandlung ab

    Üblicherweise steht am Anfang ein kurzes Gespräch zu Beschwerden und Medikamenten. Sie sitzen halb aufgerichtet oder liegen. Fußsohlen und Zehen werden mit Druck und Massagegriffen bearbeitet, gelegentlich auch mit leichten Streichungen und Dehnungen. Druckempfindliche Stellen können als schmerzhaft erlebt werden. Danach folgt eine kurze Ruhephase. Berichtet werden Entspannung oder Müdigkeit.

    Gut zu wissen

    Die Fußreflexzonenmassage ist nicht verordnungsfähig und wird in der Praxis als Selbstzahlerleistung angeboten. Eine ärztliche Verordnung ist nicht erforderlich. Ob eine private Krankenversicherung oder Zusatzversicherung Kosten übernimmt, hängt vom Tarif ab. Nicht geeignet ist sie unter anderem bei Fußpilz, offenen Wunden am Fuß, einem diabetischen Fuß, Fieber, entzündeten Venen oder einer tiefen Venenthrombose. Sie ersetzt keine ärztliche Behandlung.

  • Kinesiologisches Tapen

    Ein elastisches Klebeband, das auf die Haut geklebt wird und die Bewegung nicht einschränken soll.

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    Kinesiologisches Tape, auch „Kinesio-Tape“ genannt, ist ein elastisches, selbstklebendes Band aus Baumwolle, das ohne Wirkstoffe auskommt. Der Kleber besteht aus Acryl und wird durch Körperwärme aktiviert. Das Band lässt sich in Längsrichtung deutlich dehnen und ist wasserfest. Entwickelt wurde die Methode ab den 1970er-Jahren von Kenzo Kase in Japan. Anders als klassische, unelastische Tape-Verbände soll das Band die Bewegung nicht einschränken.

    So läuft eine Anwendung ab

    Das Tape wird auf die saubere Haut geklebt und kann je nach Hautverträglichkeit mehrere Tage getragen werden. Es gibt keine einheitliche Anlagetechnik. Zugstärke, Richtung und Form werden nach Beschwerden und Behandlungsziel gewählt. Die häufig genannten Erklärungen für eine Wirkung, etwa mehr Raum zwischen Haut und Gewebe, eine bessere Durchblutung und ein besserer Lymphfluss oder eine Beeinflussung der Wahrnehmung von Bewegungen, sind Hypothesen. Bestätigt sind sie nicht.

    Wofür es eingesetzt wird

    Untersucht wurde Kinesio-Tape bei Schmerzen und Funktionsstörungen von Muskeln und Gelenken, zum Beispiel an Schulter, Rücken und Sprunggelenk.

    Gut zu wissen

    Kinesiologisches Tapen ist kein Heilmittel der gesetzlichen Krankenversicherung. Es wird in der Praxis als Selbstzahlerleistung angeboten, eine ärztliche Verordnung ist nicht erforderlich. Nicht geeignet ist das Tape unter anderem bei offenen Wunden, akuten Infektionen, einer Thrombose und schweren Allergien. Bitte teilen Sie uns Allergien und Vorerkrankungen vorab mit.

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Physiotherapeutische Behandlungen bieten wir Ihnen zu folgenden Zeiten an:
Montag 08:00 – 19:00 Uhr
Dienstag 08:00 – 17:30 Uhr
Mittwoch 08:00 – 19:00 Uhr
Donnerstag 08:00 – 18:00 Uhr
Freitag 08:00 – 14:00 Uhr

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